FREIHANDELSZONEN IN DEN VAE
Jebel Ali Free Zone Authority (JAFZA) ist das erste Projekt der Freihandelszone in den VAE, man zweifelte damals an seinem Erfolg und schenkte wenig Aufmerksamkeit. Während der letzten 17 Jahre aber änderte die Bildung von neuen Zonen in verschiedenen Emiraten die Industrie – und Wirtschaftsentwicklung des Landes. In den VAE funktionieren jetzt 15 Freihandelszonen, in denen mehr als 8 000 Gesellschaften betätigen.
Woran liegt die Anziehungskraft von JAFZA und anderen Freihandelszonen, und was versteht man unter der Freihandelszone und unter Offshor-Firmen?
Die FEMOZA (Welthandelsvereinigung von Freihandelszonen) definiert eine FZ wie folgt: Eine Freihandelszone ist ein Zusammenschluss von mehreren Ländern oder Teilen davon, zwischen denen Zölle und andere Handelsbeschränkungen abgeschafft werden. Freihandelszonen bieten dem Investor besondere Vorteile im Hinblick auf die Gestaltung und Führung seines Unternehmens (z.B. keine Buchführungspflicht). Jedes Land erlässt seine eigenen Regulieren und Vorschriften im Hinblick auf die Registrierung in der jeweiligen Free Zone. In den VAE gilt derzeit z.B. komplette Steuerfreiheit, keinerlei Buchführungspflicht, keinerlei Restriktionen des Kapitaltransfers.
Jede natürliche oder juristische Person, egal welcher Nationalität, mit anerkanntem persönlichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Status, kann in einer Freihandelszone investieren oder operieren. Unterstützt von erfahrenen Beratern dauert es bis zur Unterzeichnung der benötigen Dokumente und der Firmengründung durchschnittlich zwei bis drei Wochen. Der unbestrittene Vorteil für kleine Unternehmen ist die Tatsache, dass diese Form der Geschäftsgründung mit minimalem Kapitaleinsatz (besonders im Vergleich zu den grossen und bekannten Freihandelszonen Dubais, wo die Kosten ab EUR 15.000 aufwärts beginnen für eine Firmenregistrierung) erfolgen kann. Sobald der Firmenname genehmigt ist und die Antragsdokumente komplett vorliegen, kann die eigentliche Gründung innerhalb von 5 Tagen erledigt werden. Diese legale Form der Gründung beinhaltet auch die Möglichkeit, das Firmenkonto sowie Privatkonto bei jeder Bank in den VAE zu eröffnen. Die Kosten der Registrierung für das 1. Jahr liegen bei ca. EUR 5.700 zuzügl. Stammkapitalnachweis. In den Folgejahren sind dann lediglich die Business Lizenz-Gebühren jährlich zu zahlen (ca. EUR 4.000).
In den VAE gehören ausländischen Unternehmern 100 % des Firmenkapitals einer in den Freihandelszone eröffneten Firma, und die Gründung bedarf keines einheimischen Partners. Dafür handeln die Unternehmer eigenverantwortlich und kontrollieren zu jeder Zeit das Unternehmen. Diese Regelung steht im Kontrast zu dem außerhalb der Freihandelszonen geltenden Recht. Dort besagt das VEA-Handelsrecht, dass wenigstens 51 Prozent des Unternehmens einem einheimischen Partner gehören müssen. Die VAE garantieren, dass für den Fall der Steuereinführung Unternehmen, die in einer Freihandelszone ansässig sind, für 50 Jahre von dieser Regelung ausgenommen sind. Alle Gewinne können, wenn erforderlich, ohne finanzielle Beschränkungen aus dem Land transferiert werden.
Offshore-Firmen ähneln Firmen, die in den Freihandelszonen ansässig sind. Unter einer Offshore-Firma versteht man eiin Unternehmen, dessen Aktivitäten nicht im land des Firmensitzes abgewickelt werden und dessen Eigentümer eine nicht ortsansässige Person ist. Besitzer dieser Unternehmen nutzen das steuerfreie Handeln. Offshore- Firmen gehören zu den bekanntesten und effektivsten Möglichkeiten, mit Steuervorteile zu arbeiten, da sie kein Gegenstand jeglicher Form der Besteuerung, Auditierung oder Bewertung bezüglich des Einflussbereiches ihrer Gesellschaft, ausgenommen die Zahlung der jährlichen Lizensgebühr, sind. Deshalb fallen auch keinerlei Steuer für Transaktionen außerhalb ihrer Registrierungsbereich an. Garantierte Devidenten des Offshore-Unternehmens und Ausschüttungen anderer Unternehmen sind ebenfalls von jeder Form steuerlichen Ausgaben ausgenommen. Alle Konzerninformationen sind geheim, ind Offshore-Unternehmen sind nicht gesetzlich verpflichtet, auch nicht, wenn sie eine Zweigstelle in einer VAE-Freihandelszone besitzen, einkommende Steuerrückläufe oder finanzielle Reporte anzugeben. Ein weiterer Vorteil eines Offshore-Unternehmens mit einer Zweigstelle in einer Freihandelszone ist, dass die sonst übliche Kaution zur Gründungs eines Unternehmens mit einer Freihandelszone entfällt.
Solche günstige und vorteilhefte Voraussetzungen für die Businessentwicklung sind praktisch gleich in allen Freihandelszonen in den VAE. Es gibt eine ganze Reihe von Argumenten und Überlegungen des richtigen Standartsort, der vorhandenen Infrastruktur und Einrichtungen, die prozeduren zur Erwebung einer Lizens, sowie das Ansehen der gewählten Freihandelszone. Erfahrene Berater können Ihnen bei der Wahl der richtigen Freihandelszone behilflich sein. Außerdem können sie alle nötigen Dokumente vorbereiten, die sie für Anmeldung eines Unternehmens notwendig sind.


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